Verordnung (EU) nach Nr. 528/2012

ZULASSUNGEN & ZERTIFIKATE

Zulassungen & Zertifikate

Aus Wasser (H2O) und Salz (NaCl) elektro-chemisch aktivierte Lösungen

iON WATERS eos-Generatoren produzieren – in einer elektro-chemischen Zelle, getrennt durch eine Membran (Diaphragma) – zwei verschiedene elektro-chemisch aktivierte (ECA) Lösungen:

APOLYiON und CKATHiON (Anolyt, engl.: Anolyte und Katholyt, engl.: Catholyte). Es handelt sich dabei um eine milde Elektrolyse. Die Technologie ist auch als Diaphragmalyse oder ECA-Technologie bekannt.

Anolyt ist nicht gleich Anolyt: Die Qualität und die Komponenten sowie Eigenschaften von Anolyt hängen vom technischen „know-how“ und von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, wie z. B. von der Einstellung der Stärke des elektrischen Stroms, den verwendeten Materialien für die Beschichtung und dem Design der Elektroden, dem Material der Membran bzw. des Diaphragma (welches bei der herkömmlichen Elektrolyse fehlt), von der Durchflussmenge (Verteilung in den Kammern der Anode und Kathode) und der Qualität des Eingangswassers (pH-Wert, Härtegrad, Leitfähigkeit / ppm, usw.) sowie des verwendeten Salzes (Qualität, Art, Gehalt bzw. Dosierung, etc.).

CKATHiON (alkalisches Katholyt)

pH-Wert: 11,0 – 13,0 | Redox-Spannung: – 800 bis – 950 mV

Wirkstoffe / InhaltFormelAnteilCAS-Nr. (CAS-No.)EG-Nr. (EC-No.)GHS-Gefahrstoff-Kennzeichnung
NatriumhydroxidNaOH0,05 %1310-73-2215-185-5< 2 mg * m-³ --> entfällt
WasserH₂O99,69 %7732-18-5231-791-2keine

APOLYiON (neutrales Anolyt)

pH-Wert: 6,5 – 7,5 | Redox-Spannung: + 750 bis + 900 mV | Aktives/freies Chlor: ~ 500 mg/l

Wirkstoffe / InhaltFormelAnteilCAS-Nr. (CAS-No.)EG-Nr. (EC-No.)GHS-Gefahrstoff-Kennzeichnung
Natriumchlorid (Kochsalz)NaCl0,26 %7647-14-5231-598-3keine
Hypochlorige Säure (als aktives Chlor)HClO0,05 %7790-92-3232-232-5keine/entfällt
Hypochlorit-Ion (Natriumhypochlorit)ClO⁻ (NaClO)0,05 % (HClO + ClO⁻)7681-52-9231-668-3keine/entfällt
WasserH₂O99,69 %7732-18-5231-791-2keine

Die nachfolgende Lösung kommt bei uns äußerst selten zum Einsatz, wird jedoch der guten Ordnung halber hier ebenfalls aufgeführt:

APOLYiON OXi (schwach saures Anolyt)

pH-Wert: 3 – 6 | Redox-Spannung: + 850 bis + 1.200 mV | Aktives/freies Chlor: ~ 700 mg/l

Wirkstoffe / InhaltFormelAnteilCAS-Nr. (CAS-No.)EG-Nr. (EC-No.)GHS-Gefahrstoff-Kennzeichnung
Natriumchlorid (Kochsalz)NaCl0,26 %7647-14-5231-598-3keine
ChlorCl₂0,05 %7782-50-5231-959-5keine/entfällt
WasserH₂O99,69 %7732-18-5231-791-2keine

Gesetze & Verordnungen

Zulassung nach Deutscher Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001)

Laut Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001) dürfen im Rahmen der zentralen Trinkwasseraufbereitung nur die gemäß TrinkwV zugelassenen Chemikalien und Verfahren zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt werden.

Diese sind zusammen mit den Einsatzbedingungen in der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß § 11 der Trinkwasserverordnung 2001, welche durch das Umweltbundesamt geführt wird, veröffentlicht.

Die Herstellung von neutralem Natriumhypochlorit durch elektro-chemische Aktivierung mittels Membranzellenelektrolyse vor Ort (Bezeichnung für das so hergestellte Desinfektionsmittel ist Anolyt) ist ein neues Verfahren und seit August 2007 in die Liste zu § 11 TrinkwV 2001 Teil II: Desinfektionsverfahren – aufgenommen. Das Verfahren wird im Arbeitsblatt W 229 des DVGW beschrieben. Die Technischen Regeln der Arbeitsblätter W 296 zur Trihalogenmethanbildung sowie W 623 Dosieranlagen für Desinfektionsmittel sind zu beachten.

Die Natriumhypochlorit-Lösung muss laut Liste zu § 11 TrinkwV 2001 Teil I c: Aufbereitungsstoffe, die zur Desinfektion des Wassers eingesetzt werden und Teil III: Aufbereitungsstoffe, die als Desinfektions- und Oxidationsmittel eingesetzt werden die Reinheitsanforderungen der DIN EN 901 – Produkte zur Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch – Natriumhypochlorit – erfüllen.

Unsere Anlagentechnik zur Produktion von APOLYiON(Hypochlorit-haltiges Produkt) entspricht den Vorgaben der TrinkwV 2001 sowie den Anforderungen des DVGW-Arbeitsblattes W 229 und somit den anerkannten Regeln der Technik. Die weiteren technischen Regeln, Gesetze und Richtlinien der genannten Arbeitsblätter werden von uns bei der Herstellung, Planung, Inbetriebnahme und Wartung eingehalten.

Unser Desinfektionsverfahren sowie der zum Einsatz kommende Aufbereitungsstoff APOLYiON als Natriumhypochlorit ist jeweils in der Liste der TrinkwV gelistet und erfüllt die Reinheitsanforderungen entsprechend DIN EN 901. Dies wurde in einem unabhängigen Gutachten untersucht und bestätigt. Für die Herstellung verwenden wir Regeneriersalz (siehe gesonderter Hinweis für Kunden weiter unten) nach DIN EN 973 Typ A.​

Deutsches Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

APOLYiONist aufgrund seiner geringen Konzentration nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) nicht als wassergefährdender Stoff eingestuft. Dieser Hinweis ist speziell für die Produktauswahl bezogen auf Sicherheits- und Gefährdungskonzepte IFS-zertifizierter Betriebe von Interesse.

Alle bisher in eine Wassergefährdungsklasse, bzw. als „nicht wassergefährdend“ oder „allgemein wassergefährdend“ eingestuften Stoffe können in der Online-Datenbank Rigoletto des Umweltbundesamtes recherchiert werden.​

Zulassung nach Europäischer Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012

Verordnung (EU) Nr. 528/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2012 (seit 1. September 2013 in Kraft) über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten (Text von Bedeutung für den EWR).

Die Verordnung regelt den Verkauf und die Abgabe (Bereitstellung auf dem Markt) und die Verwendung von Biozidprodukten in ganz Europa. Daher betrifft die Biozid-Verordnung sowohl Händler, Inverkehrbringer als auch Verwender von Biozidprodukten. Sie erfasst erfasst auch die Biozidprodukte, bei denen der Biozid-Wirkstoff erst vor Ort hergestellt wird, s. g. in situ Wirkstoffe, mit oder ohne Vorläufersubstanz (Precursor).

Im Zusammenhang mit der in situ Herstellung von Bioziden bestehen für die verschiedenen Akteure Pflichten, die hier zusammengefasst sind. Betreiber von Geräten zur Herstellung und Verwendung von Bioziden vor Ort, sind nicht von Artikel 95 (siehe unten) betroffen. Betreiber der Geräte – und damit die Kunden der Gerätehersteller – dürfen allerdings nur noch gemäß Biozidverordnung zugelassene Biozidprodukte verwenden.

Gemäß Artikel 96 der Biozid-Verordnung wurde die Richtlinie 98/8/EG mit Wirkung vom 1. September 2013 aufgehoben.

Gemäß Artikel 95 Absatz 3 dürfen seit 1. September 2015 Biozidprodukte nur noch für biozide Zwecke vermarktet werden, wenn die Person oder Entität, also entweder der Hersteller/Importeur des Produkts/Wirkstoffs oder derjenige, der das Produkt/den Wirkstoff bereitstellt, auf der ECHA Artikel 95 Liste steht.

Die Artikel 95 Liste (Article 95 list of active substances and suppliers) ist die Liste der relevanten Stoffe und Lieferanten, die die ECHA gemäß Artikel 95 Absatz 1 der Biozidprodukte-Verordnung (BPR) veröffentlichen muss. Relevante Stoffe sind die Kombinationen von Wirkstoffen und Stoffen, die einen Wirkstoff generieren, mit den Biozid-Produktarten (PT), für die ein Dossier von einem EU-Mitgliedstaat gemäß der BPR oder der Richtlinie 98/8/EG eingereicht und genehmigt/validiert wurde. Die Liste ist nach Wirkstoff und Produktarten strukturiert und enthält außerdem die Information darüber, ob die gelistete Person/Entität Wirkstoff- und/oder Produkt-Lieferant ist (in unserem Fall beides).

Gemäß Absatz 1 ist die Person oder Entität, die/der eine Zugangsbescheinigung zu einem Dossier der ECHA Artikel 95 Liste über den relevante/n Stoff/e ausgestellt wurde, berechtigt, Antragstellern, die die Zulassung für ein Biozidprodukt mit dem betreffenden Wirkstoff beantragen, zu gestatten, für die Zwecke des Artikels 20 Absatz 1 auf diese Bescheinigung Bezug zu nehmen. Eine solche Gestattung liegt uns vor.

Die Liste der bereits zugelassenen Wirkstoffe können Sie hier recherchieren. Dazu gehört auch Natriumhypochlorit (und damit APOLYiON als hypochlorithaltiges Produkt) für die Produktarten PT01 bis PT05 sowie PT 11 und PT12.

Die Bundesstelle für Chemikalien (BfC) ist zuständig für die Durchführung von gesetzlichen Regelungen, deren Ziel der Schutz von Mensch und Umwelt vor gefährlichen Stoffen ist. Die BfC ist ein Fachbereich der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), zu deren Aufgaben u. a. die Koordination der Bundesbehörden in den Bewertungsverfahren unter REACH gehört.

REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien). REACH vereinheitlicht das Chemikalienrecht europaweit und erhöht den Wissensstand über Gefahren und Risiken, die von Chemikalien ausgehen können. Mit Inkrafttreten der REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Stoffen als solchen oder in Gemischen) ergaben sich am 01.06.2007 weitreichende Änderungen zu den bis dahin bestehenden Rechtsgrundlagen im Bereich der Chemikalien.

APOLYiON ist für die Produktgruppen PT01 bis PT05 sowie PT11 und PT12 bei der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)angemeldet und damit verkehrsfähig bis zur endgültigen Entscheidung der ECHA über die Zulassung von Natriumhypochlorit bzw. freies / aktives Chlor generiert aus Natriumchlorid mittels Elektrolyse als Wirkstoff, was in Kombination mit der Artikel 95 Liste gilt.​

Regeneriersalz für unsere Anlagen

In der Herstellung unserer Lösungen gilt Salz (Natriumchlorid) als relevantes Biozid. Regeneriersalz (Natriumchlorid) muss in Deutschland gemäß § 11 TrinkwV 2001 Teil I a den Reinheitsanforderungen der DIN EN 973 Tab. 1: Typ A und Tab. 3 entsprechen.

Zum Betrieb unserer Anlagen sollten Sie daher nur zugelassenes Regeneriersalz nach DIN EN 973 Typ A verwenden und dieses auch nur von Lieferanten beziehen, die auf der Artikel 95 Liste der ECHA aufgeführt sind.

Fragen Sie Ihren Lieferanten von Regeneriersalz, ob er bzw. der Hersteller davon auf der Artikel 95 Liste steht. Wir raten Ihnen aufgrund der Gesetzesänderung am 1. September 2015 keine Produkte von nicht gelisteten Lieferanten zu beziehen.

Bio-Status von APOLYiON Anolyt

EUROPÄISCHE UNION (EU)

Abschlussbericht der Expertengruppe für die technische Beratung der Europäischen Kommission zur ökologischen Produktion (EGTOP/2016) hinsichtlich Reinigung und Desinfektion

Auszug (freie Übersetzung) aus dem Dokument:

Die in Anhang VII Absatz 1 bis 3 aufgeführten Stoffe für die Reinigung und Desinfektion und zur Verwendung in Gebäuden und Anlagen der Tierhaltung sowie in der Aquakultur wurden in der EU für den ökologischen Landbau zugelassen. In Anhang VII Absatz 4.6 Desinfektions-Technologien ist unter Punkt 4.6.1 ‚Elektrolysiertes Wasser‘ als solche beschrieben.

In der Stellungnahme der Expertengruppe besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die in Anhang VII Absatz 1 bis 3 aufgeführten Stoffe mit den Zielen und Prinzipien der öko-/biologischen Produktion übereinstimmen.

Schlussfolgerungen:

Nach Ansicht der Expertengruppe ähnelt der Einsatz von elektrolysiertem Wasser dem Einsatz von Natriumhypochlorit. Es darf daher für alle Zwecke verwendet werden, für die Natriumhypochlorit zugelassen ist, jedoch nicht für andere Zwecke. Derzeit sieht die Expertengruppe keine explizite Erwähnung von elektrolysiertem Wasser.

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA (USA)

Grundsatzerklärung des United States Department of Agriculture, National Organic Program (NOP), Policy Memo 15-4, über den Status von Elektrolysiertem Wasser

Auszug (freie Übersetzung) aus dem Dokument:

Dieses Memorandum aktualisiert den Status von elektrolysiertem Wasser nach den Bio-Richtlinien des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) unter 7 CFR Part 205. In dem Memorandum wird klar gestellt, dass elektrolysiertes Wasser eine Art Chlorstoff ist, welches in der biologischen Produktion und Handhabung zugelassen ist.

Chlorstoffe sind in der nationalen Liste zugelassener und verbotener Stoffe (‚National List‘) enthalten. In Wasser bilden Chlorstoffe wie Calcium- und Natriumhypochlorit ein Gleichgewicht verwandter Chlorspezies, einschließlich unterchloriger Säure (HOCl) und Hypochlorit (ClO-). Ähnliche Chlorspezies entstehen bei der Erzeugung von elektrolysiertem Wasser.

Dementsprechend betrachtet das NOP hypochlorige Säure, die durch elektrolysiertes Wasser erzeugt wird, als zulässige Art von Chlorstoff.

​KANADA (CAN)

Kanadische Bio-/Öko-Standards CAN/CGSB-32.310-2015 and CAN/CGSB-32.311-2015 (Fragen und Antworten), OFC Organic Federation of Canada / FBC Fédération Biologique du Canada

Antwort auf die Frage über die Zulässigkeit von Elektrolysiertem Wasser (am Ende des Textes, freie Übersetzung):

„Elektrolysiertes Wasser (welches Hypochlorsäure als Nebenprodukt entweder der Elektrolyse oder der Auflösung von Chlorverbindungen in Wasser enthalten kann) ist zulässig.“

Hier finden Sie desweiteren alle Einträge zu Elektrolysiertem Wasser in den Bio-Richtlinien der Kanadischen Regierung.

NEUSEELAND (NZL)

BioGro-Zertifikat-Nr. RN 2016-1: Zugelassen für den Einsatz in der ökologischen / biologischen Produktion und in der Verarbeitung von Lebensmitteln nach COR-Standards.

Dermatologischer Test

APOLYiON wurde dermatologisch getestet und mit sehr gut bewertet. Nach internationalen Richtlinien traten keine toxisch-irritativen Unverträglichkeitsreaktionen auf.

Kontakt

Schreiben Sie uns gerne.

iON Waters GMBH
Konrad-Zuse-Str. 45
52477 Alsdorf
Deutschland

Für konkrete Angebote, Beratung oder eine Terminvereinbarung kontaktieren Sie uns bitte:
MO – FR von 09:00 – 18:00 Uhr

T +49 2404 59 59 815
F +49 2404 59 59 774

Mail:  info@ion-waters.de
Web:  www.ion-waters.de

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